Illminatus ist Kult, ein Mythos, die Referenz aller Verschwörungstheoretiker.
In einem verschachtelten, unkonventionellen, nicht linearen Stil, der Thriller, Science-Fiction und Fantasy miteinander mischt, beschreiben die Autoren eine Welt ausserhalb unserer Wahrnehmung, eine von dunklen Mächten kontrollierte Realität, in der die Wahrheit immer noch unglaublicher ist, als bis vor 10 min noch angenommen.
Erstmals aufmerksam auf die Trilogie wurde ich, als sie im deutschen Film „23 – Nichts ist wie es scheint“ erwähnt wird und dort den Auslöser der Paranoia des Hauptcharakters gibt. Zum Klassiker wurde „Illuminatus“ schliesslich auch nicht wegen seiner literarischen Qualität (welche aber unbestreitbar vorhanden ist), sondern als Einstiegslektüre in die Welt der weltweiten Illuminatenverschwörung. Verwiesen sei hier auf Jan van Helsing, dessen erste beiden Bücher ja bekanntlich indiziert wurden.
Eine Explosion in New York führt die Ermittler auf die Spur von Untergrundorganisationen, sowie hinter die Kulissen der Weltgeschichte. Ob auf der Dollarnote nun George Washington oder Adam Weisshaupt abgebildet ist, ob Atlantis existierte und woran es zugrunde ging, welche Krankheiten und Drogen welche Behörde aus welchem Grund unter die Bevölkerung brachte, und ob der Sinn des Lebens letztendlich eher durch das Ausleben aller animalischen Instinkte, eine tiefenpsychologische Selbsterfahrung oder strikte asketische Selbstkontrolle zu finden ist, sei jedem Leser selbst überlassen.
Illuminatus bietet einen schonungslosen Einblick in den Menschen und die Gesellschaft und ist aktuell und relevant wie eh und je. Gewürzt mit Spannung, Schockerlebnissen und einem ebenso tiefsinnigen wie schwarzen Humor sind diese drei Bücher jedem kritischen Leser wärmstens zu empfehlen. Menschen mit einem Hang zu Paranoia und einer neurotischen Persönlichkeit möchte ich allerdings von der Lektüre abraten.